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Uhrenwissen ist Macht

In unserem Uhrenglossar haben wir für Sie die wichtigsten Fachbegriffe rund um edle Armbanduhren und genaue Zeitmessung zusammengestellt. Bei so vielen spannenden Informationen wird die Zeit beim Lesen sicher wie im Fluge vergehen – wetten, dass Sie zwischendurch nicht einmal auf die Uhr sehen?! Und falls Sie mehr wissen möchten, beantworten wir Ihre Fragen natürlich jederzeit gern in einem unserer Häuser!
 

[A]

ANKER

Der Anker wird aus Messing oder Stahl gefertigt und ist eines der kompliziertesten Teile mechanischer Uhren – in Form eines Schiffsankers. Er überträgt Energie vom Räderwerk auf die Unruh, um deren Schwingungen aufrechtzuerhalten. Außerdem verhindert er das ungebremste Ablaufen des aufgezogenen Räderwerkes.
 

AMAGNETISCH

Magnetische Störfelder von Elektromotoren, Lautsprechern oder Türschließern können die Unruh einer Uhr aus dem Takt bringen. Ist eine mechanische Uhr gegen diese negativen Einflüsse geschützt, wird sie als amagnetisch bezeichnet. Um dies zu erreichen, werden beim Bau Metalle verwendet, die sich nicht oder nur schwer magnetisieren lassen (zum Beispiel werden Nivarox-Spiralen zusammen mit Unruhen aus Messing oder Nickel eingesetzt). Eine weitere Möglichkeit ist ein Schutzmantel, der aus einem geschlossenen, weichmagnetischen Gehäuseinnenraum aus Zifferblatt, Werkhaltering und Gehäuseboden besteht. Ist eine Uhr doch einmal magnetisch geworden – was sich meist durch deutliches Vorgehen bemerkbar macht –, kann ein Uhrmacher Abhilfe schaffen.
 

ATOMUHR

Die Atomuhr ist eine sogenannte primäre Uhr, sie besitzt also die genaueste Zeitangabe aller Uhren: Atomuhren geben die Richtwerte für sämtliche Uhren auf der Welt vor. Im Prinzip sind sie so wie andere Uhren aufgebaut und funktionieren auf Grundlage eines Taktgebers und eines Zählwerkes. Aber statt einer Unruh oder eines Pendels sind die Taktgeber Atome, die beim Übergang zwischen zwei Energiezuständen elektromagnetische Wellen einer bestimmten Frequenz abstrahlen oder absorbieren. 1985 wurde die Cäsium-Atomuhr CS2 in Braunschweig in Betrieb genommen, die seit 1991 für die gesetzliche Zeitbestimmung verantwortlich ist. Die CS2 liefert allen Funkuhren und dem Internet die exakte Uhrzeit.
 

AUTOMATISCHER AUFZUG

Der automatische Aufzug ist ein Zusatzmechanismus mechanischer Uhren, der einen Rotor, der sich durch die (Arm-)Bewegungen dreht, zum Spannen der Zugfeder nutzt. Als Erfinder gilt Abraham-Louis Perrelet, der im Jahr 1770 zwei Konstruktionen vorstellte.
 
 

[B]

BLAUE ZEIGER UND SCHRAUBEN

Seit dem 16. Jahrhundert werden bei hochwertigen Uhren Schrauben und Zeiger in handwerklicher Tradition gebläut. Dies dient einerseits dem Oxidationsschutz, andererseits zur Dekoration. Viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung sind hierbei erforderlich: Die zu bläuenden Teile werden auf einem speziellen Blech über einer Flamme erhitzt, bei knapp 300 Grad wird der gewünschte Farbton erzielt.
 
 

[C]

CHRONOGRAPH

Der Begriff Chronograph steht heute hauptsächlich für Uhren mit einer zusätzlichen Stoppfunktion. Er bietet weitere kleine Zifferblätter auf dem Hauptzifferblatt, auf denen während eines Stoppvorgangs die verstrichenen Sekunden, Minuten und Stunden angezeigt werden. Seit den 1930er-Jahren dominiert der Zweidrückerchronograph. Ein Drücker dient dem Starten und Anhalten, der andere dem Nullstellen. So werden Additionsstoppungen möglich: Das bedeutet, der Chronographenzeiger kann beliebig oft angehalten und aus der zuletzt eingenommenen Position heraus wieder gestartet werden.
 

CHRONOMETER

Als Chronometer wird eine Präzisionsuhr bezeichnet, die ihre Ganggenauigkeit im Rahmen einer 15-tägigen Kontrolle bei einer offiziellen Uhrenprüfstelle (zum Beispiel COSC in der Schweiz oder der Chronometerprüfstelle in Glashütte) unter Beweis gestellt hat. Erst danach darf eine Uhr auf dem Zifferblatt die Bezeichnung Chronometer tragen und erhält ein entsprechendes Zertifikat.
 
 

[D]

DATUMSANZEIGE

Indikation des Datums entweder analog durch Zeiger oder digital durch eine bedruckte Scheibe. Zeiger und Scheibe drehen sich innerhalb von 31 Tagen einmal um ihre Achse. Über das Zeigerwerk werden sie täglich gegen Mitternacht um eine Position weitergeschaltet. In Monaten mit weniger als 31 Tagen müssen die meisten mechanischen Uhren von Hand korrigiert werden. Uhren mit sogenanntem Zeigerdatum haben die Zahlen 1 bis 31 auf dem Zifferblatt stehen, die Spitze des Zeigers zeigt das aktuelle Datum an. Die digitale Datumsanzeige hingegen erfolgt über eine auf der Werksunterseite angebrachte Datumsscheibe. Ihre Zahlen sind durch einen Ausschnitt im Zifferblatt zu sehen.
 
 

[E]

ÉBAUCHE

Ébauche (franz. Entwurf) bezeichnet ein Rohwerk, das die Grundkomponenten eines Werks besitzt, nicht aber Hemmung, Unruhreif, Zugfeder, Zifferblatt und Zeiger. Rohwerke werden von spezialisierten Firmen gefertigt und in losem Zustand ausgeliefert. Uhrenhersteller können auf dieser Basis dann vollständige Uhren bauen.
 

EWIGER KALENDER

Der Ewige Kalender (auch Immerwährender Kalender) ist eine große Komplikation, die ohne manuelle Korrektur bis zum Jahr 2100 das richtige Datum anzeigt. Alle kurzen und langen Monate, der 29. Februar und Schaltjahre finden in ihm Berücksichtigung. Hierfür benötigen mechanische Uhren ein aus etwa 100 Teilen bestehendes Kalenderwerk. Bei elektronischen Uhren sorgt ein entsprechend programmierter Chip für die korrekte Anzeige.
 

[F]

FREQUENZ

Die Frequenz bezeichnet die Schwingungen pro Zeiteinheit, die das gangregelnde Organ – bei Armbanduhren die Unruh – ausführt. Die Schwingungen werden in Hertz (Hz) gemessen. Moderne Uhrenmodelle weisen eine Frequenz von 21.600 (3 Hz), 28.800 (4 Hz) oder sogar 36.000 (5 Hz) Halbschwingungen in der Stunde auf. Mit einer höheren Frequenz der Unruh ist allerdings auch ein größerer Energiebedarf verbunden. Aktuelle Quarzuhren weisen eine Frequenz von 32.768 Hz auf.
 
 

[G]

GANGDAUER

Die Gangdauer bezeichnet die Laufzeit einer mechanischen Uhr, also den Zeitraum zwischen Aufzug der Zugfeder und ihrer Entspannung, die dann zum Stehenbleiben der Uhr führt.
 

GANGRESERVE

Die Gangreserve bezeichnet das Energiepotenzial, das über das normale Aufzugsintervall hinaus vorhanden ist. Wird die Uhr also nicht im normalen Intervall von beispielsweise 24 Stunden aufgezogen, bleibt sie trotzdem nicht sofort stehen.
 

GENFER SIEGEL

Das Genfer Siegel, auch Genfer Punze genannt, ist das älteste Qualitätssiegel der Uhrmacherei. Diese gesetzlich geschützte Qualitäts- und Ursprungsbescheinigung mechanischer Uhren aus dem Kanton Genf wird seit 1886 vergeben. Seitdem wurden die Kriterien entsprechend der technischen Weiterentwicklung aktualisiert. Voraussetzung zur Erlangung des Siegels ist die Vorlage des Werkes beim „Büro zur freiwilligen Kontrolle Genfer Uhren“. Anhand von zwölf Festlegungen zu Qualität, Verarbeitung und Einstellung der einzelnen Teile wird das Werk geprüft. Der Zusammenbau und die Reglage müssen auch heute noch im Kanton Genf erfolgen. Uhren, die die Prüfung bestehen, dürfen das Genfer Siegel, den Abdruck des Genfer Kantonsstempels, führen.
 

GENFER STREIFEN (CÔTES DE GENÈVE)

Genfer Streifen, auch Côtes de Genève genannt, ist ein häufig verwendeter wellenförmiger Zierschliff hochwertiger Uhren. Er hat keinen technischen Nutzen, sondern dient allein der Optik.
 

GMT (GREENWICH MEAN TIME)

Ausgehend vom Greenwich Nullmeridian verschiebt sich die Zeit nach jeweils 15 Längengraden um eine volle Stunde. Dieses Weltzeitsystem wurde 1883 zuerst von Kanada und den USA eingeführt, da sich bei zunehmender Entwicklung des Zugverkehres die Zeitverschiebung immer stärker bemerkbar machte. Deutschland schloss sich erst zehn Jahre später an. Uhren mit Weltzeitindikation zeigen zwei oder mehrere Zeitzonen an. Dafür sind entweder mehrere Uhrwerke vorhanden, oder die Darstellung wird durch einen Zusatzmechanismus ermöglicht.
 

GRANDE COMPLICATION

Grande Complication ist die französische Bezeichnung für ein hochkomplexes mechanisches Werk einer Armband- oder Taschenuhr, das über mehrere Zusatzfunktionen (Komplikationen, franz. Complication) wie zum Beispiel Chronograph, Ewiger Kalender und Minutenrepetition verfügt.
 

GUILLOCHIEREN

Als Guillochieren bezeichnet man das Gravieren von Mustern in Uhrengehäuse oder -zifferblätter. Die Linien werden mit einem von Hand gesteuerten Stichel in das Metall gestochen.
 
 

[H]

HAUTE HORLOGERIE

Haute Horlogerie (franz. Hohe Uhrmacherei) bezeichnet die Tradition hochwertiger Mechanikuhren. Dazu zählt auch die Kompetenz, anspruchsvolle Komplikationen anzufertigen. Im Jahr 2005 wurde zur Pflege der Tradition die Fondation de la Haute Horlogerie gegründet, der mittlerweile viele bekannte Hersteller beigetreten sind.
 
 

[I]

INDIKATION

Als Indikation wird die Anzeige von zum Beispiel Zeit, Datum, Wochentag und Gangreserve oder Mondphase bezeichnet.
 
 

[K]

KALIBER

Das Kaliber bezeichnet die Größe und Gestalt eines Uhrwerkes. Diese exakte Identifikation ist zum Beispiel bei der Bestellung von Ersatzteilen nötig. Bis in die 1970er-Jahre hatten große Rohwerkhersteller teilweise über 100 verschiedene mechanische Kaliber im Angebot. Diese Vielfalt ist stark zurückgegangen.
 

KLEINE SEKUNDE

Die Kleine Sekunde bezeichnet die Positionierung der Sekundenanzeige auf dem Zifferblatt. Sie ist hier im Gegensatz zur Zentralsekunde dezentral angeordnet. Bei Armbanduhren liegt die Position meist bei der „6“ oder der „9“.
 

KOMPLIKATION

Eine Komplikation ist ein Zusatzmechanismus einer mechanischen Uhr. Zu den wichtigsten Komplikationen zählen Chronograph, Ewiger Kalender und Tourbillon.
 

KRONE

Die Krone ist ein seitlich am Gehäuse befindliches Rad zum Aufziehen und Einstellen einer Uhr. Bei wasserdichten Uhren ist die Krone häufig mit dem Gehäuse verschraubt. Um ein Abbrechen durch harte Stöße zu verhindern, besitzen moderne Sportuhren häufig einen Flankenschutz.
 
 

[L]

LÜNETTE

Ein vielschichtiger Begriff, der streng genommen den Glasreif eines Gehäuses bezeichnet, der mit dem eingepressten Uhrenglas auf den Mittelteil des Gehäuses aufgesprengt wird. Heute wird allerdings auch häufig der auf der Vorderseite befestigte Drehring als Lünette bezeichnet. Bei Taucheruhren ist die Lünette mit Minutenmarkierungen versehen und zum Einstellen der Tauchzeit einseitig drehbar. Andere Sportuhren tragen hier zum Beispiel eine Tachymeterskala.
 
 

[M]

MANUFAKTURWERK

Ein Manufakturwerk ist ein von einer Uhrenmanufaktur eigenproduziertes Mechanikwerk. Bis in die 1970er-Jahre fertigten viele Hersteller von mechanischen Uhren ihre Werke selbst. Dann stellten die meisten Uhrenfirmen auf Quarzantrieb um. In der jedoch schon bald darauf folgenden Renaissance der Mechanikuhr stieg das Image der echten Manufakturwerke enorm.
 

MECHANISCHE UHREN

Mechanische Armbanduhren besitzen eine Unruh als Schwingkörper. Diese schwingt mit einer Frequenz, die durch die Spiralfeder vorgegeben wird. Die Unruh schaltet bei jedem Durchgang den Anker um, der es dem Gangrad ermöglicht, einen Zahn weiter zu laufen.
 

MINUTENREPETITION

Armbanduhren, die mit einer Minutenrepetition als Komplikation ausgestattet sind, schlagen auf Wunsch – durch Betätigen eines Schiebehebels oder Drückers – die Zeit. Drei unterschiedliche Klänge stehen dabei für Stunden, Viertelstunden und Minuten. Der dafür benötigte Mechanismus besteht aus über 100 Einzelteilen, die zusätzlich in das Werk eingebaut werden müssen. Die Minutenrepetition zählt zu den seltensten Komplikationen und gilt als Meisterwerk feinmechanischer Handwerkskunst.
 

MONDPHASENANZEIGE

Die Mondphasenanzeige gibt den aktuellen Stand des Mondes über eine sich unter dem Zifferblatt drehende Scheibe an, so, wie er sich am Himmel – in der Regel bei Betrachtung von der nördlichen Erdhalbkugel aus – zeigt. Die Anzeige zählt aufgrund der zusätzlichen Mechanik zu den Komplikationen.
 
 

[P]

PLATINE

Die Platine ist eine Metallplatte, die die Bestandteile des Uhrwerkes trägt.
 

[Q]

QUARZUHR

Eine Quarzuhr besitzt weder Zugfeder noch Unruh oder Hemmung. In einem Quarzwerk wird ein Kristall zum Schwingen gebracht, der mithilfe eines Chips einen Motor steuert. Als Standard bei der Frequenz gelten heute 32.768 Hz. Infolge der hohen Schwingungszahl besitzen Quarzuhren eine höhere Genauigkeit als mechanische Uhren.
Die allermeisten Quarzarmbanduhren besitzen eine Batterie. Ein Umstand, der dazu führen kann, dass die Uhr stehen bleibt, sobald die Batterie leer ist. Im Bereich der Taucheruhren zum Beispiel entstand nach dem Boom der Quarzwerke in den 1970er-Jahren wieder ein großer Trend zur Entwicklung mechanischer Uhren.
 
 

[R]

RÄDERWERK

Als Räderwerk wird bei mechanischen Uhren eine Gruppe von Rädern und Trieben zur Kraftübertragung bezeichnet.
 
 

[S]

SCHLEICHENDE SEKUNDE

Die Schleichende Sekunde ist bei mechanischen Uhren sehr verbreitet. Hier macht der Sekundenzeiger innerhalb einer Sekunde fünf Schritte, die aber vom menschlichen Auge als eine gleichmäßige, schleichende Bewegung wahrgenommen werden. Das Gegenteil ist die Springende Sekunde.
 

SCHWUNGMASSE

Die Schwungmasse eines Automatikwerkes ist ein Gewicht, das durch seine – von den Bewegungen des Trägers ausgelösten – Drehungen Energie erzeugt, indem es, durch die Gravitationskraft bedingt, immer dem Erdmittelpunkt zustrebt. Die so erzeugte kinetische Energie wird in ein Energiepotenzial umgewandelt, das die Zugfeder speichert.
 

SILIZIUMSPIRALE

Die winzige Spiralfeder ist dünner als ein menschliches Haar und bildet mit der Unruh das Herz der Uhr. Sie ist entscheidend für die Ganggenauigkeit. Eine besonders hohe Präzision und Langlebigkeit bieten Siliziumspiralfedern, hier zeigt sich das Material gegenüber Temperaturschwankungen und magnetischen Einflüssen resistent.
 

SKELETTWERK

Bei einem skelettierten Uhrwerk werden seine Einzelteile so weit ausgesägt, dass nur noch das für die Funktion unabdingbare Material übrig bleibt. Auf ein verdeckendes Zifferblatt wird bei diesen Modellen verzichtet, sodass der Blick auf das filigrane Werk fällt. Ein so von Hand veredelter Zeitmesser verkörpert die große Kunst des Uhrmachers.
 

SPRINGENDE SEKUNDE

Bei der Springenden Sekunde (franz. Seconde morte) macht der Sekundenzeiger pro Sekunde nur einen Sprung und bleibt in der Zeit bis zum nächsten stehen. Ein Mechanismus zählt die Halbschwingungen der Unruh und gibt ihn erst nach einer gewissen Anzahl frei. Der Zeiger springt dann eine ganze Sekunde weiter.
 
 

[T]

TACHYMETERSKALA

Mittels der Tachymeterskala eines Chronographen können Durchschnittsgeschwindigkeiten auf einer Strecke von einem Kilometer (oder einer Meile) gemessen werden. Am Anfangspunkt der Messstrecke wird der Chronograph gestartet, an ihrem Ende wieder gestoppt. Der Chronographenzeiger deutet dann auf die Durchschnittsgeschwindigkeit, die in km/h oder mph angegeben wird.
 
 

TELEMETERSKALA

Telemeter von Chronographen zeigen Entfernungen (zum Beispiel in km) an. Als Basis dient die unterschiedliche Ausbreitungsgeschwindigkeit von Licht und Schall. Somit kann zum Beispiel die Entfernung eines Gewitters bestimmt werden: Wird beim Blitz der Chronograph gestartet und beim Donner wieder gestoppt, gibt der Zeiger auf der Telemeterskala die Entfernung an. Grundlage für die Skala ist der Wert der Schallgeschwindigkeit mit 333 Metern pro Sekunde.
 

TOURBILLON

Abraham-Louis Breguet erfand das Tourbillon (franz. Wirbelwind). Es neutralisiert den Einfluss der Schwerkraft auf den Schwerpunkt der Unruh, die die Ursache für Gangungenauigkeiten sein kann. Das komplette Schwing- und Hemmungssystem ist in einem möglichst leichten Käfig untergebracht, der sich innerhalb einer bestimmten Zeitspanne (meist eine Minute) einmal um seine Achse dreht. Auf diese Weise können die negativen Einflüsse der Erdanziehung ausgeglichen und die Gangleistungen gesteigert werden. Im Jahr 1801 ließ Breguet seine Erfindung patentieren.
 
 

[U]

UNRUH/UNRUHSPIRALE

Die Unruh ist ein kreisrunder Metallreif, der gemeinsam mit der Unruhspirale das gangregelnde Organ einer mechanischen Uhr bildet. Von ihrer Konstruktion hängt die Präzision des Zeitmessers entscheidend ab. Der Unruhreif kann als statisch ausgewuchtetes „Schwungrad“ bezeichnet werden. Bei moderneren Armbanduhren schwingt die Unruh mit einer Frequenz von 21.600 A/h (3 Hz), 28.800 A/h (4 Hz) oder sogar 36.000 A/h (5 Hz).
 
 

[V]

VOLLKALENDARIUM

Ein Vollkalendarium bezeichnet ein komplettes Kalendarium mit der Anzeige von Tag, Datum und Monat. In Monaten mit weniger als 31 Tagen müssen mechanische Uhren von Hand korrigiert werden.
 
 

[Z]

ZEIGERWERK

Das zwischen Platine und Zifferblatt liegende Räderwerk wird als Zeigerwerk bezeichnet.
 

ZENTRALSEKUNDE

Bei Uhren mit Zentralsekunde ist der Sekundenzeiger – im Gegensatz zur Kleinen Sekunde – im Zentrum des Zifferblattes angeordnet.
 

ZUGFEDER

In modernen Armbanduhren finden sich meist Zugfedern, die mit einer Speziallegierung versehen, dauerelastisch und weitgehend bruchresistent sind. Diese s-förmigen Federn haben eine gleichmäßige Kraftabgabe an die Unruhspirale, die damit ihre Schwingungen aufrechterhält.