Die Uhrenexperten aus Glashütte auf jeden Fall – denn in keiner anderen deutschen Stadt werden so viele hochwertige Uhren gefertigt wie hier. Wir stellen hier die wichtigsten Manufakturen einmal vor.
 
Die deutsche Kleinstadt Glashütte liegt malerisch in der sächsischen Schweiz und hat rund 7.500 Einwohner. Im Mittelalter gab es hier eine namensgebende Glashütte, und es wurde Bergbau betrieben. 1845 folgte Uhrmachermeister Ferdinand Adolph Lange dem Aufruf der königlich-sächsischen Regierung und ließ sich im Ort nieder. Er begann mit der Ausbildung der ersten Uhrmacher und legte damit den Grundstein für die bis heute am Ort ansässigen Uhrenmanufakturen, die international renommiert sind. In Glashütte wird im wahrsten Sinne des Wortes Zeitgeschichte geschrieben: wegweisende Entwicklungen, innovative Fertigungstechniken und einzigartiges Design erobern von hier aus die Welt.
 

Glashütte Original

Das Unternehmen Glashütte Original entstand 1990 aus dem VEB Glashütter Uhrenbetriebe. Zeitgleich wurde das erste wieder in Deutschland gefertigte mechanische Manufakturkaliber verbaut. Heute steht die Manufaktur für innovative Uhrmacherkunst, die höchsten Ansprüchen gerecht wird. Aus der Verbindung von traditionellem Handwerk und neuesten Fertigungsmethoden entstehen exklusive Zeitmesser, die höchste Präzision und zeitlose Eleganz verbinden.
Der Facettenreichtum der Uhrmacherkunst zeigt sich in den vier Kollektionen, die Glashütte Original bietet. Die „Senator“-Kollektion spiegelt die Wurzeln des Unternehmens wider, die Uhren sind klassisch-elegant gehalten und besitzen traditionelle Designelemente. Ganz anders dagegen die Modelle der „Pano“-Kollektion: Durch ihre asymmetrische Zifferblattgestaltung zeigen sie ein unverwechselbares modernes Gesicht. Damen finden in der „Ladies“-Kollektion Modelle von höchster Präzision, passend zu jedem Stil – egal ob sportlich, elegant oder verspielt. Die „Vintage“-Kollektion greift dagegen den angesagten Retrotrend auf und ist von Glashütter Design-Ikonen aus den 60er- und 70er-Jahren inspiriert. 2019 begeistert Glashütte Original in dieser Kollektion mit dem Modell „Sixties“, das auch mit dem patentierten Panoramadatum erhältlich ist. Das von Hand gefertigte Zifferblatt strahlt in einem satten Orange – Schattierungen von Goldgelb im Zentrum über Orange bis hin zu Schwarz erzielen einen spannenden Effekt.
 

Mühle-Glashütte

Das Familienunternehmen Mühle-Glashütte feiert 2019 das 150. Jubiläum seiner Gründung. Das Unternehmen ist der einzige Glashütter Uhrenhersteller, der heute noch im Besitz einer alteingesessenen Familie ist. Robert Mühle gründete die Manufaktur 1869, jetzt ist es die fünfte Generation, die sich mit Leidenschaft der präzisen Zeitmessung verschrieben hat. Das Unternehmen ist auf die Fertigung hochwertiger Armbanduhren, Schiffsuhren und anderer nautischer Instrumente spezialisiert. Gefeiert wird das Jubiläum natürlich mit besonderen Uhrenmodellen: Den Anfang machen die „Panova Grün“ und die „Teutonia IV Mondphase“ – wie alle Jubiläumsmodelle besitzen sie den Jubiläumsrotor mit entsprechender Gravur.
 

Union Glashütte

Schon im Jahr 1893, als Johannes Dürrstein das Unternehmen gründete, war seine Idee, hochwertige, präzise Uhren herzustellen, die sich ein größerer Kundenkreis leisten können sollte. Seit 1996 folgt Union Glashütte diesem Ansatz konsequent und fertigt ausschließlich mechanische Uhren, die sie als erschwinglichen Luxus versteht. Damals wie heute werden die Uhren von Hand zusammengesetzt und kunstvoll veredelt.
Die Kollektion 1893 interpretiert Elemente aus der Geschichte der Manufaktur neu: Die Gehäuseform ist von Taschenuhren inspiriert, und gebläute Zeiger, lackierte Zifferblätter oder Eisenbahn-Minuterien erinnern an die großen Klassiker. Die „Belisar“-Modelle mit ihren aufgeschraubten Flanken hingegen wirken markant. Sie bieten komplexe Funktionen und ungewöhnliche Materialkombinationen. Ganz im Zeichen der eleganten 50er- und 60er-Jahre steht die „Noramis“-Kollektion: Bombiertes Glas und gewölbte Zifferblätter verleihen den Modellen ihren Charme, und vielfältige Komplikationen begeistern Uhrenliebhaber. Ausschließlich aus Edelstahl gefertigt, faszinieren die „Viro“-Modelle in geradlinigem Design. Modern und puristisch zeigen sie sich mit prägnanten Indizes.
 

Nomos Glashütte

Erst 1990 von Roland Schwertner gegründet, ist Nomos Glashütte heute der größte Hersteller mechanischer Uhren deutschlandweit. Dass die Uhren von Nomos Glashütte alles außer gewöhnlich sind, zeigt unter anderem die große Anzahl an Auszeichnungen, die das Unternehmen schon verliehen bekommen hat – darunter allein elfmal der Red Dot Design Award. Der Betrieb entwickelt und fertigt ausschließlich eigene Kaliber in Glashütte. Um am Puls der Zeit und ihr sogar noch eine Sekunde voraus zu sein, arbeiten jedoch auch Mitarbeiter in Berlin und New York. Alle Modelle verbinden höchste Präzision und ein modernes puristisches Design.
 
Im Jahr 1875 wurde auf Initiative von Karl Moritz Großmann die Deutsche Uhrmacherschule Glashütte gegründet, er hatte vorher bei Ferdinand Adolph Lange, dem ersten Uhrmachermeister am Ort, gearbeitet. Seit 2008 befindet sich in dem Gebäude das Deutsche Uhrenmuseum. Schauen Sie doch mal rein, wenn Sie in Dresden sind, denn Glashütte ist nur 30 Kilometer entfernt – und Sie wissen ja nun schon einiges über die spannende Vergangenheit der Uhrenmanufakturen dort. Wetten, dass die Zeit wie im Fluge vergehen wird?!
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